CD-Rezension / Review / Kritik

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Defiant Machines Delirium CD Cover

Defiant Machines „Delirium”

(Eigenvertrieb)
Dass Defiant Machines Potenzial haben, haben unsere Leserinnen und Leser frühzeitig erkannt. Nach ihrem Sieg beim Battle Of The Bands anno 2015 haben sich Ralf Colditz und Marco Heinemann nun ein wenig Zeit genommen, um das Niveau ihres Erstlings auf dem zweiten Album mindestens mal zu halten. Mit „Ecstasy“ stellen die Synthie-Popper einen ihrer stärksten Songs an den Anfang: Feine Hookline, frische Sounds und ein (tief)sinniger Text umreißen die Stärken der aufmüpfigen Maschinisten ziemlich klar, die sich im weiteren Albumverlauf immer wiederfinden. Zumal das Duo nicht bereit ist, sich den gängigen Genrestrukturen zu unterwerfen, stattdessen mit seiner explicit speech das propagierte Heile-Welt-Image des Synthie-Pop immer wieder heftig konterkariert. Wenn sie sich diese Herangehensweise bewahren, wird „Delirium“ ganz sicher nicht das letzte Defiant Machine-Album gewesen sein.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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