CD-Rezension / Review / Kritik

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Eisfabrik Null Kelvin CD Cover

Eisfabrik „Null Kelvin“

(NoCut/SPV)
Dass Eisfabrik musikalisch als die softere Variante von Funker Vogt durchgehen, könnte daran liegen, dass Gerrit Thomas alias Der Frost bei beiden Acts maßgeblich für die Musik verantwortlich ist. Mit „Null Kelvin“ halten die drei Eisfabrikanten - außer besagtem Der Frost noch Sänger Dr. Schnee sowie Tastenmann Celsius - ihr cooles Konzept zum vierten Mal auf Albumlänge durch. Wobei auch „Null Kelvin“ keineswegs monothematisch angelegt ist. Tatsächlich kristallisiert sich diesbezüglich sogar nur die Vorabsingle „Schneemann“ auf den ersten Blick als typisches Eisfabrikat heraus. In Sachen Musik sieht es da schon anders aus. Die drei bärtigen Schneemenschen frönen erneut einer Symbiose aus Future-Pop und gesetzterem Electro, wobei „Null Kelvin“ wie sein Vorgänger „Achtzehnhundertunderfroren“ eher im Gesamten wirkt als durch einzelne Tracks. Offensichtliches Hitpotenzial Marke „Walking Towards The Sun“ oder auch „Ice Crystal“ findet sich jedenfalls nicht ein. Für warme Füße muss man sich diesmal also unter Umständen etwas anderes einfallen lassen als tanzen.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2017.
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Tuesday the 23rd.
2017 Sonic Seducer Magazin

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