CD-Rezension / Review / Kritik

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Exit Eden Rhapsodies In Black CD Cover

Exit Eden „Rhapsodies In Black“

(Starwatch/Universal)
Wenn sich vier Powerfrauen zusammenschließen, um Hits, die man aus dem Radio kennt - also klassische Pop- oder Rocknummern - in ein neues Gewand zu kleiden, dann klingt das schon mal recht spannend. Wenn diese vier Ladys auch noch fantastisch singen können und es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Songs von einer wesentlich härteren, metallischen Seite zu zeigen, wird die Sache richtig interessant: Exit Eden sind Amanda Somerville, Clémentine Delauney, Marina La Torraca und Anna Brunner. Jede stammt aus einem anderen Land und hat einen anderen Background, doch die Liebe zur Musik vereint die Combo. Auf dem Debüt finden Stücke wie „Incomplete“ (Backstreet Boys), „Firework“ (Katy Perry), „Unfaithful“ (Rihanna) „Paparazzi“ (Lady Gaga) oder „Skyfall“ (Adele) Platz. Exit Eden vermögen es tatsächlich, frischen Wind in die bekannten Tracks zu bringen. Gut, Madonnas Übersong „Frozen“ ist im Original unantastbar, da kommen auch die Damen mit ihrer Interpretation nicht ran, Natürlich sollte einem der symphonisch-epische Ansatz gefallen; wer generell kein Anhänger von Symphonic / Opera Metal ist, wäre mit diesem Album schlecht beraten, da die Mädels gesangstechnisch oftmals im Sopran oder klassischer Opernstimmlage landen. Aber wie so oft ist es die Mischung, die das Ganze dynamisch wirken lässt, und da im nächsten Atemzug dann wieder richtig Gas gegeben wird, wie beispielsweise Anna Brunner mit ihrer starken, kehligen Rockstimme bestens unter Beweis stellt, wirken die Lieder nicht einseitig. Insgesamt eine schöne, hochwertige Platte, die zeigt, wie viel Potenzial und Power in manchen Songs stecken.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
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