CD-Rezension / Review / Kritik

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Dante When We Were Beautiful

Dante
„When We Were Beautiful”
(Gentle Art Of Music/Soulfood)
Dante spielen Progressive Metal der alten Schule. Soll heißen, Keyboard-Soli mit frühen 90er-Jahre Synthiesounds treten hier häufiger auf als Ananas in Obstsalat, die Drums spielen verrückter als der Hutmacher in „Alice im Wunderland“ und der Gesang tönt höher als... Moment mal, da ist doch was anders! Tatsächlich klingt Frontmann Alexander Göhs weniger nach den falsettschwingenden Kollegen von Dream Theater, Symphony X und Co., sondern eher nach einer Mischung aus Savatage und Metallica - im Song „Until The Last Light Breaks In“ überrascht er sogar mit dunklem Gothic-Timbre. „When We Were Beautiful“ ist ein besonderes und ein individuelles Album in einem Genre, in dem es vor Perfektionisten nur so wimmelt. Dante sind erst am Anfang ihrer Reise, Perfektion wird von ihnen nicht erwartet - insofern ist es normal, dass einiges in den sieben Songs noch angestrengt klingt, eine Spur zu durchgeplant. Aber so ein vierzehnminütiger Song will überhaupt erstmal komponiert sein, das Niveau ist also bereits hoch. Und mit der Zeit wird auch die Lockerheit kommen. Schon das nächste Album wird auf einem ganz anderen Level sein, davon bin ich überzeugt.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.


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