CD-Rezension / Review / Kritik

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Corde Oblique Back Through The Liquid Mirror CD Cover

Corde Oblique „Back Through The Liquid Mirror“

(Dark Vinyl)
Piano, Geige, Bass, Gitarren, Gesang und Schlagzeug. Die Besetzung deutet es an, die italienische Formation Corde Oblique setzt auf ihrem neuen Werk „Back Through The Liquid Mirror“ ganz auf ein handgemachtes Klangbild. Als Livealbum erdacht, aber mit den technischen Möglichkeiten eines erstklassigen Studios aufgenommen, präsentiert Komponist Riccardo Prencipe eine Auswahl seiner bisherigen Stücke unterstützt von Mitgliedern von Ashram und Argine. Die energetischen Songs im Mix aus Folk, Heavenly Voices und Neo-Klassik sind bis in kleinste Details präzise ausgearbeitet, verlieren aber nie ihre Dynamik. Als Hörer fühlt man sich an die Hand genommen auf einem Weg durch ein Auf und Ab der Erlebnisse und Erfahrungen. Sängerin Annalisa Madonna verfügt nicht nur über eine vielfältige und volle Stimme, sondern beherrscht es gleichermaßen, sich zurückzunehmen oder aber alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Außergewöhnlich ist auch die Fähigkeit der Italiener, in den rein instrumentalen Stücken oder Passagen die Spannung nie zu verlieren. Insbesondere das sehr feine Spiel der Geige verführt zum Tagträumen, versehen jedoch stets mit einer Menge Melancholie. Die Zeit verfliegt beim Genuss dieser Kompositionen wie im Flug. In sich geschlossen ist dieses Album ein bestechendes Beispiel dafür, wie einfach es sein kann, einzigartige Musik zu erschaffen.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
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