CD-Rezension / Review / Kritik

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Avarice In Audio No Punishment No Paradise CD Cover

Avarice In Audio „No Punishment: No Paradise”

(Alfa Matrix/Soulfood)
Bis vor kurzem war vorliegende Band der Inbegriff eines im Gothic-Underground seit jeher gut funktionierenden Modells: Man kreuzt melodische weibliche Vocals mit deftigen EBM-Shoutings und unterlegt dieses mit vollsynthetischen elektronischen Sounds. Damit ist jetzt bei den Australiern offensichtlich Schluss: Chanteuse Jade Pegg ist nicht mehr mit von der Partie. Und damit hat sich auch der Gothic/Pop-Esprit aus der Band verflüchtigt. Heute zeigt man sich wesentlich aggressiver, fährt fortan die ganz harte Schiene und stellt die Band durch harte Beats und extrem verzerrte Vocals in eine Reihe mit Acts wie Freakangel oder Cynical Existence. Und ein Song wie „Kiss The Ring“ hat darüber hinaus durch heftige Gitarren und infernalischen Schreigesang sogar einen Touch von Black Metal. Ob die alten Hörer allerdings den Weg mit der Band zusammen weiter gehen, ist sehr fraglich.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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