CD-Rezension / Review / Kritik

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3TEETH shutdown.exe CD Cover

3TEETH „<shutdown.exe>„

(Cleopatra)
Sehnlichst haben die Fans drauf gewartet und hier ist er endlich: der Nachfolger des grandiosen selbstbetitelten Debütalbums! Drei Jahre haben sich die Perfektionisten von 3TEETH für „<shutdown.exe>„ Zeit gelassen – und fixen den Hörer direkt mit dem stark nach 16 VOLT und Filter klingenden „Pit Of Fire“ massivst an! In dieser deutlich härteren Gangart geht es auch auf Albumlänge weiter: die Gitarren wurden noch mehr in den Vordergrund gestellt, die elektronischen Elemente hingegen etwas zurückgefahren, die ganze Produktion ist deutlich bombastischer – kein Wunder, hat man doch mit Sean Beavan (u.a. NIN, A Perfect Circle, Marilyn Manson) als Producer und Howie Wienberg (Pantera, Tool, Rammstein) als Mixer zwei echte Größen rangelassen. Dementsprechend hört man allerdings auch, dass die Herren aus Los Angeles um Frontmann Alexis Mincolla ziemlich offensichtlich in Richtung der große Stadien – und Anhängerschaften - schielen, die sie als Support für Tool und Rammstein bespielt haben, dennoch ist „<shutdown.exe>„ ein echt geiles Teil. Tracks wie das vorab veröffentlichte „Atrophy“, „Shutdown“ oder „Degrade“ sind absolute Brecher – die allerdings in Teilen schon eher in Richtung MetalCore gehen. Das ist per se erst mal nicht schlecht, allerdings sollte der Sound auf der nächsten Platte nicht noch mehr von der ungeschliffenen Rohheit des Debüts einbüßen.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2017.
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Saturday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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