CD-Rezension / Review / Kritik

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1349 massive cauldron of chaos

1349
„Massive Cauldron Of Chaos“
(Indie/Soulfood)
Vier Jahre sind seit ihrem letzten Albumexzess „Demonoir“ vergangen. Außerhalb ihrer Veröffentlichungen kennen 1349 eben keine Eile. Umso schneller und furioser geht es in den neuen Kompositionen zur Sache! So lassen die Norweger um Superdrummer Frost erneut die pure Black Metal-Hölle losbrechen. Kuschel-Schwarzmetaller können sogleich aufhören zu lesen. „Massive Cauldron Of Chaos“ zeigt die bestialische Fratze der viehischen Schwefelsäufer in aller pechschwarzen und abartigen Extremität. Die musikalische Rezeptur der Truppe ist insgesamt die gleiche geblieben. Allerdings wurden die Anteile diverser Ingredienzien merklich modifiziert, wie beispielsweise vermehrte Thrash-Attacken die Gehörgänge mit urwüchsiger Spielkraft verheeren können. Im Weiteren hetzen die Beteiligten in gesteigerter Manier auch so einigen, schnittig-hysterischen Melodienjagden hinterher, wobei Axeman Archaon ebenso schnell wie fährtensicher agiert. Rhythmisch jederzeit wunderbar variantenreich, stets unschlagbar in der kollektiven Präzision. Frontteufel Ravn sticht mit seinem fatalen Diskant um sich. Regelrecht berserkerhaft gibt er den vor Erbitterung berstenden Tracks sinnbildlich sein letztes Totenhemd. Lüstern werden der Hass und die Abscheu ganzer Jahrhunderte heraus gespien. Absolut erstaunlich, wie furios, räudig und verkommen der Typ das macht. Betörend böse.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.

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